2019 - Theaterreise Tessin

Vereinsreise
24./25.August 2019

Den Auftakt der Theatersaison 2019/2020 machte auch dieses Jahr wieder die allseits mit Spannung erwartete Vereinsreise. Sie führte die 15-köpfige Gruppe in die Sonnenstube der Schweiz – das Tessin. Aber schön der Reihe nach.

Der Organisator Philipp Wenk zitierte uns um 6.55 Uhr zum Bahnhof Birmensdorf, von wo die S-Bahn uns nach Zug brachte. Frühstücks-gestärkt ging es unter vielversprechend blauem Himmel weiter über Flüelen nach Erstfeld, ins Erhaltungs- und Interventionszentrum Gotthard Basistunnel der SBB. Während der zweistündigen Präsentation inkl. Führung durch die Werkstätten erfuhren wir, wie Ereignisse im Bahnverkehr effizient, sicher und professionell bewältigt werden. Sehr eindrücklich war auch, zu sehen, wie die Rettungs- und Bergungsaktion eines im Tunnel gestrandeten Zugs bzw. dessen Fahrgäste von statten geht. Immer wieder warf der Moderator Ueli Hurschler Fragen in den Raum, die Einige von uns überzeugend gut zu beantworten wussten. Das rege Mitmachen unsererseits veranlasste den hochmotivierten Ueil dazu, im gefühlten 10-Minuten-Takt mitzuteilen, was wir doch für eine tolle Gruppe seien. Als ob wir das nicht wüsstenJ. Auf den emotionalen Abschluss unserer ersten Reisestation folgte das Verteilen der Lunchbags, deren Inhalte je nach persönlichem Gusto die Besitzer wechselten.

Die Fahrt ins Tessin gestaltete sich gemütlich – es wurde gespielt, geplaudert, gelacht und sogar gehäkelt. In Locarno angekommen mussten wir uns bei angenehmen 32° Celsius sputen, um rechtzeitig zur Falconeria zu gelangen. Eine Stunde lang wurden wir vor ansprechend inszenierter Kulisse in die faszinierende Welt der Falknerei entführt. Greifvögel aus aller Herren Länder flogen uns unter Regie eines sprachgewandten Falkners und seiner Gehilfinnen regelrecht um die Ohren. Ein aussergewöhnliches Erlebnis, das nachhaltend wirkt, den Videobeweisen und Erinnerungsfotos sei Dank.

Ohne Hast und gutgelaunt traten wir die Weiterreise Richtung Monte Cimetta, dem Hausberg Locarnos, an. Mittels Standseilbahn und Panoramabahn erreichten wir den Aussichtspunkt Cardada von wo aus wir auf ziemlich unwegsamem Gelände einen 30-minütigen Fussmarsch in Angriff nahmen. Der brütenden Hitze strotzend erreichten die einen strammen Schrittes, die meisten gemächlich kletternd die Unterkunft Lo Stallone auf der Alpe Cardada, wo sogleich Betten verteilt und geschundene Füsse hochgelagert wurden. Die wohlverdiente Ruhephase nahm ein jähes Ende, da bereits das Nachtessen auf uns wartete – zur Vorspeise ein Salat, als Hauptspeise die Tessiner Spezialität Polenta, serviert mit Ragout oder Linsen und zum Dessert Marronikuchen. Der erlebnisreiche erste Reistetag fand seinen Ausklang bei verschiedenen Tätigkeiten: bei angeregten Gesprächen mit anderen Gästen oder gemütlichen Verdauungsspaziergängen, beim leidenschaftlichen Spiel am Jöggelichaschte und allerlei Sinnbefreitem. In die letzte Kategorie fallen wohl die Wortkreationen, die zu später Stunde entstanden. So wurde das weltweit bekannte Online-Lexikon kurzerhand in Wipikedia umgetauft und das neue Wort „unsteil“ (die nicht vorhandene Steigung eines Weges betreffend) erfunden. Diese Auswüchse der Phantasie werden uns wohl noch lange nachhängen.

Das Frühstücksbuffet war bestimmt reichhaltig – leider kann die Schreiberin dieses Berichts nichts Genaueres dazu sagen….jedenfalls waren 14 von 15 Personen frisch gestärkt und machten sich in zwei Gruppen aufgeteilt an den Abstieg. Die Hardcore-Wanderer, die den ganzen Weg ins Tal zu Fuss gingen und die „normalen“ Wanderer mit Panoramabahn als Zwischen-Ziel. Die zweite Gruppe splittete sich kurzzeitig nochmals auf, und getrennt wurden übergrosse Parkbänke inspiziert und der Gipfel des Cimetta erklommen. Letztlich traf sich aber die gesamte Gruppe bei der Standseilbahn-Station, von wo es nach Locarno und direkt in ein Restaurant am See ging. Zum Mittagsschmaus wurden allerlei Köstlichkeiten à la carte bestellt: von Spaghettata über Risotto bis hin zu Roastbeaf und Cordon-bleu. Fein wars.

Schon bald stand die letzte Etappe der Reise, die Heimreise, an. Während der grösste Teil der Gruppe den Zug bereits um 14.38 Uhr bestieg, um auf Umwegen aber pünktlich nach Plan zuhause anzukommen genoss eine Dreiergruppe den Nachmittag noch beim Standup-Paddeln und am Lido liegend. Ob die Nachzügler, die wegen eines Vorfalls auf den Schienen mit ca. zweistündiger Verspätung erst gegen 22.00 Uhr in heimischer Umgebung eintrafen, ihren Entscheid bereuen?

Wir danken Philipp ganz herzlich für die toll organisierte Reise und freuen uns schon heute auf die nächste.

Claudia Jenny, 6. September 2019

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