2015 - Theaterreise Val-de-Travers

Reisebericht 2015

Wenn das Morgenrot den Hausberg küsst
Und das Leben drum herum erwacht
Die Amsel dich mit einem Lied begrüsst
Dann ist das Aufstehen leicht gemacht

Noch einmal kurz den Rucksack checken
Proviant braucht’s heute keinen
Die Haut mit Sonnencrème bedecken
Dem Kopf, den Armen und den Beinen

Kaum aus dem Haus, da hörst du Stimmen
Diesen Klang erkennt man stets
Wenn aus 7 Meilen den Heinz hörst singen
Dann ist die Theatergruppe unterwegs

Hochgeachtete Frau Theaterpräsidentin,
Sehr verehrte Herren Ehrenmitglieder und -mitgliederinnen,
Sehr geehrte Herren und Frauen Theaterveteranen, Theatermitglieder, Theatersöhne und
-töchter, liebe Jungmitglieder, geschätzte Aktiv- und Passivmitglieder sowie auch Gönner

Wie schon in den letzten paar Jahren stellten wir uns auch dieses Mal wieder auf einen von unserem
Reiseleiter, Heinz Roth, spektakulär und überraschend gestalteten Theaterausflug ein. Unsere
hochmotivierte und gutgelaunte Reisegruppe, bestehend aus 12 Personen, traf sich am Sonntag des
30. Augusts am frühen Morgen um 6:30 Uhr am Bahnhof Birmensdorf. Nach einer kurzen Zugfahrt
nach Zürich und einem anschliessenden Lauf durch den HB, stiegen wir in den Fernverkehrszug
Richtung Welsche Schweiz.
Natürlich, wenn Heinz die Reise organisiert, standesgemäss in einem Speisewagen. Somit mussten
wir auch gar nicht lange auf unsere erste Verpflegungsmöglichkeit warten. Während einer 1 ½
stündigen Fahrt konnten wir uns die Bäuche bereits das erste Mal mit einem reichhaltigen Frühstück
vollschlagen.
Randnotiz: 8:03 Uhr --> 1. Mal Alkohol, Cüpli. Fritz und ich tranken Kaffee.

Um ca. 8:30 Uhr kamen wir dann in Neuenburg an und stiegen in einen Regionalzug. Dieser führte
uns durch das Val de Travers in das ca. 30 bis 40 Minuten entfernte Buttes. Dort ausgestiegen,
erreichten wir nach etwa weiteren 5 Minuten Fussmarsch das nächste Restaurant, in welchem Heinz
bereits wieder für eine kleine Zwischenverpflegung sorgte.
Randnotiz: 9:25 Uhr --> 2. Mal Alkohol, Bier. Fritz und ich tranken Kaffee bzw. Mineralwasser.

Gleich oberhalb des Restaurants befand sich eine Rodelbahn, welche wir anfänglich praktisch alleine
für uns nutzen konnten. Jeder von uns hatte 4 Fahrten zur Verfügung. Die einen fuhren furchtlos und
ohne einmal zu bremsen die ganze Strecke hinunter, die anderen eher etwas gemütlicher oder sogar
zu zweit. Speziell Michi Gut genoss die Fahrten, wehte ihm doch ein sanfter Wind durch sein volles
Haar.
Nach den ganzen Rodelfahrten trafen wir uns wieder im Restaurant, wo wir uns bereits zur nächsten
Aktivität aufmachten. Auf dem grossen Kiesparkplatz vor dem Restaurant wurden wir von einem
Tourguide begrüsst, welcher uns allen ein Elektrovelo der Marke Flyer zur Verfügung stellte. Nach
einer kurzen Instruktion über die Handhabung der Velos, teilten wir uns in 3 Gruppen à 4 Personen
auf. Zusätzlich erhielten alle einen Fragebogen und laminiertes Kartenmaterial der umliegenden
Gemeinden. Ziel war es, diese Route abzufahren und in jedem Dorf ein paar Fragen zu beantworten.
So starteten die drei Gruppen gestaffelt und machten sich auf zur ersten Etappe von Buttes nach
Fleurier. Das Dorf Fleurier, welches ca. die Grösse von unserem Nachbardorf Uitikon-Waldegg hat,
war früher sehr stark von der Uhrenmacherei geprägt, was anhand des gesamten Dorfbildes immer
noch unschwer zu erkennen ist.

Von dort aus ging die Route weiter Richtung Môtiers, eine kleine Gemeinde, welche für die grosse
Anzahl von Absinthdistillerien bekannt ist. Im Übrigen ist dies im gesamten Val-de-Travers eine weit
verbreitete Passion.
Dort besuchten wir das erst vor einem Jahr umgebaute und neu eröffnete Absinth-Haus. Dies war
früher das Gerichtsgebäude und wurde grösstenteils genutzt, um Schwarzbrennern den Garaus zu
machen. Der Verkauf und das Brennen des alkoholischen Getränks wurde ab 1910 verboten, bis es
dann, fast 100 Jahre später, im 2005 wieder legalisiert wurde. Nach einem wunderschönen 10-
minütigen Einführungsfilm, folgte dann eine ca. halbstündige Führung durch das Museum, welche uns
die Geschichte der „Grünen Fee“ etwas näher brachte. Danach, und wie konnte es auch anders sein,
gab es eine Degustation des Absinths mit ein paar leckeren regionalen Produkten, wie z.B. einer
Salami, welche mit einem leichten Aroma von Absinth versehen war.
Deshalb, nächste Randnotiz: 12:48 Uhr --> 3. Mal Alkohol, Absinth. Fritz probierte, mochte es aber
nicht und stieg danach, wie ich, aufs Mineralwasser um.

Kurz nach 13:00 Uhr schnappten wir unsere Fahrräder und machten uns auf nach Couvet.
Dort traf sich die gesamte Gruppe im Hotel de l’Aigle, wo wir unser wohlverdientes Mittagessen
einnahmen. Natürlich machten wir, wie sich das gehört, lautstark auf uns aufmerksam, damit auch
diese verschlafene Gemeinde wusste, dass hier unsere Theatergruppe unterwegs ist.
Übrigens, Randnotiz: 13:26 Uhr --> 4. Mal Alkohol, Rosé- oder Weisswein. Fritz und ich tranken
Mineralwasser oder wie der Kellner sagte: ein „Chateau de migraine“.

Nach einem fantastischen 3-Gänge-Menü machten wir uns dann wieder auf die Socken. Auf dem Weg
zum nächsten Checkpoint merkte man wieder einmal mehr, dass sich die Uhrenindustrie über einen
grossen Teil der welschen Schweiz erstreckt, fuhren wir doch am Ende des Dorfes Couvet an einem
Standort der Firma Cartier vorbei. Nach ein paar Minuten radeln machten wir einen kurzen Halt bei
den Asphaltminen zwischen Couvet und Travers, um 3 weitere Fragen aus unserem Quiz beantworten
zu können
Danach machten wir uns auf zur letzten Etappe der Fahrt, in das etwa 20 Minuten entfernte Noiraigue.
Am Bahnhof angekommen, bedeutete dies das Ende der Velotour. Das Elektrobike wurde abgegeben
und nach einem kurzen Gruppenfoto begaben wir uns noch in das Bahnhofsgebäude. Dort lösten wir
den letzten Teil des Quizes, indem wir uns einer kurzen Schoggidegustation unterziehen konnten. Hier
mussten wir uns ganz auf unseren Geruchssinn verlassen und die Geschmäcker der vier
aufgetischten Schoggisorten herausfiltern. Schade war René nicht dabei, er hätte unserer Gruppe
definitiv zum Sieg verholfen.
Nach einer kurz gefolgten Rangverkündigung begaben wir uns zur Überbrückung der Zeit noch in die
danebenliegende Dorfkneipe.
Und ihr ahnt es schon, Randnotiz: 16:22 Uhr --> 5. Mal Alkohol, Bier. Fritz und ich tranken VIEL
Mineralwasser.

Um 16:52 Uhr fuhr unser Regiozug wieder zurück nach Neuenburg. Dort angekommen, stiegen wir
wieder in den ICE Richtung Zürich, natürlich auch wieder im Speisewagen. Dort bekamen wir dann
endlich wieder mal etwas zu essen, Fritz und ich wären schon fast aus dem Leim gegangen.
Heinz hatte für unsere Gruppe einen Käseteller organisiert, welchen wir, trotz vermutlich völlig
überfüllten Mägen, mit Hochgenuss verspeisten.
Randnotiz: 17:37 Uhr --> 6. Mal Alkohol, Weisswein. Fritz und ich tranken zur Abwechslung mal was
anderes, nämlich Mineralwasser OHNE Kohlensäure.

Kurz vor 19:00 Uhr kamen wir dann im Zürich HB an und stiegen auf die S9 Richtung Birmensdorf um.
Nach einer letzten munteren Fahrt gen unsere Heimat, kamen wir kurz vor 19:30 Uhr in Birmensdorf
an. Müde, aber durch und durch zufrieden, mit vollen Mägen und viel Mineralwasser im Blut, verteilte
sich der Trupp in sämtliche Himmelsrichtungen und kehrten zurück in das traute Heim. Ein paar
klangen den Tag noch bei einem Feierabendbier im Restaurant Station aus, wobei ich mir jetzt eine
weitere Randnotiz spare.

Es war wieder einmal mehr ein sagenhafter Tag. Postkartenwetter, traumhafte Landschaften,
ausgezeichnete Verpflegung, haufenweise Aktivitäten und ein durch und durch perfekt organisierter
Tag. Heinz, du hast dich wieder einmal mehr selbst übertroffen und wir freuen uns, wenn wir noch an
vielen weiteren solch tollen von dir organisierten Ausflügen teilhaben dürfen.

Zusammengetragen von Patrick Imhof

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